Fachwerkhaus - traditionell und doch modern!

Fachwerkhaus
Fachwerkhaus

Ein Fachwerkhaus zu bauen ist seit der Antike Tradition in Deutschland. Es war viele Jahrhunderte die vorherrschende Bauweise in Nordeuropa und prägte das Bild vieler deutscher Städte. Noch heute finden sich Fachwerkhäuser, die aus dem 13. Jahrhundert stammen und nach wie vor als Wohn- und Geschäftshäuser verwendet werden. Bei diesen alten Fachwerkhäusern weist das Fachwerk zwar im Normalfall starke Verformungen auf, die Standfestigkeit ist jedóch nach wie vor vorhanden.

Es gibt also gute Gründe über den Bau eines Fachwerkhauses nachzudenken. Zum einen verbindet es modernes Wohnen in traditionellem Gewand und zum Anderen steht ein Fachwerkhaus für Werthaltigkeit und Stabilität.

Definition Fachwerkhaus

Von einem Fachwerkhaus spricht man, wenn ein Holzständerbau als tragende Konstruktion errichtet wird und die entstehenden Zwischenräume (Gefache) mit anderen Materialien geschlossen werden. Die gängisten Varianten sind die Rähmbauweise und die Ständerbauweise. Beide Varianten werden Skelettbauweise genannt.

Beim Rähmbau wird jede Etage technisch unabhängig von der nächsten erstellt und durch einen oberen Balken, den Rähm, abgeschlossen. Man kann dieses Verfahren mit Bauklötzen, die übereinandergestapelt werden vergleichen. Jeder Stein ist für sich alleine fertig und zusammen ergeben sie ein Haus. Anders ist es bei der Ständerbauweise, wo lange, durchgehende Standbalken von unten bis zum Dach durchgehen und die Grundlast des Hauses tragen. Hier ist nur das Gesamtwerk tragend.

Geschichte von Fachwerkhäusern

Pfostenbau vs Fachwerkbau

Der Fachwerkbau entwickelte sich aus der Pfostenbauweise, die in der Frühgeschichte in Nord- und Mitteleuropa verbreitet war. Diese Bauweise hat jedoch den Nachteil, dass die tragenden Pfosten des Gebäudes direkt in das Erdreich geschlagen werden und schnell der Fäulnis unterliegen. Um diesen schnellen Verfall zu vermeiden, wurde unter die Pfosten ein Schwellbalken gebracht, der meist auf einem Fundament aus Steinen gelagert wurde. Hierdurch gab es keine direkte Erdberührung der Balken mehr und das Holz wurde konstruktiv vor Feuchte geschützt.

Mit dem Fortschreiten der Werkzeugentwicklung wurden die anfangs verwendeten Rundbalken der Pfostenbauweise mit speziellen Beilen so bearbeitet, dass quadratische Balken entstanden. Die rechteckigen Balken erlauben einen deutlich vereinfachten Aufbau und höhere Stabilität. Um die Stabilität weiter zu erhöhen und das Schließen der Gefache mit Lehm und Holzgeflechten zu vereinfachen, wurden mit der Zeit eine immer kleinere Gefachgröße, also der Raum zwischen den Balken im Fachwerkhaus, gewählt. Das heutige Bild vom Fachwerkhaus war geboren.

Gefach in Fachwerkhäusern schließen

Gefache in Fachwerkhäusern wurden anfangs nahezu ausschließlich mit Lehm und einem Geflecht aus Holz geschlossen. Hierzu wurden Holzstücken und zum Teil auch Weidengeflechte zwischen die Ständer und Riegel eingearbeitet, die anschließend mit Lehm ausgekleidet wurden. Später wurden zum Schließen auch Lehmbausteine und Ziegel und Klinker verwendet. Noch heute sind beide Varianten zum Bau von Fachwerkhäusern verbreitet. Allerdings gibt es inzwischen auch moderne Methoden, die den aktuellen Ansprüchen der geforderten Wärmedämmung entsprechen. Bei einigen Herstellern werden Gefache heute mit einer Putzträgerplatte zum Verschließen von außen angebracht. Im Inneren des Gefachs - hinter der Trägerplatte - wird Dämmmaterial wie Holzwolle oder auch Steinwolle verwendet. Gerade bei so genannten „Modernen Fachwerkhäusern“ ist diese Variante stark verbreitet.

Verwendete Hölzer für das Holzständerwerk

Fachwerkhaus StänderwerkDas Holzständerwerk ist bei einem Fachwerkhaus das einzige tragende Element des Hauses. Es gibt keine gemauerten Wände, die die Lasten abtragen. Somit ist die Wahl des Holzes ein entscheidendes Kriterium für die dauerhafte Stabilität des Hauses. Ältere Fachwerkhäuser wurden nahezu ausschließlich aus Eichenholz gefertigt. Nur in Regionen mit einem geringen Eichenbestand wurden auch Tannen verwendet, die jedoch nur mit erhöhtem technischem Holzschutz eine vergleichbare Dauerhaftigkeit erreichte. Heute werden vermehrt auch imprägnierte Leimhölzer verwendet, da Sie gegenüber natürlich gewachsenem Holz eine höhere Formstabilität und statische Stabilität haben. Über die Wahl des Holzes beim Fachwerkbau entstehen in Internetforen regelmäßig emotionale Diskussionen. Verfechter der traditionellen Bauweise mit Lehm und Eiche vertreten die Auffassung, dass dieses die einzige zu vertretene und dauerhafte Bauweise sei. Dem gegenüber stehen Vertreter modernerer Bauweisen, die die moderne Bauweise preisen. Ich denke, dass beide Varianten, modern und traditionell, Ihre Daseinsberechtigung und jeweils ihre Vor- sowie Nachteile haben. Es bleibt also immer eine Entscheidung des Einzelnen und der persönlichen Ziele und Wünsche.

Vorteile und Nachteile modern vs. traditionelles Fachwerkhaus

Moderne Bauweise

Traditionelle Bauweise

Höhere Formstabilität und einfache Verarbeitung

Jahrhunderte erprobte Werthaltigkeit und Stabilität

Konstruktiv günstig zu bauen

Konstruktiv, insbesondere im Sinne der Wärmedämmung aufwendig

Kombination aus traditionellem Holzbau mit modernen Elementen

Natürliche Bauweise mit Naturmaterialien

Fachwerkhaus Hersteller

Während der Fachwerkhausbau seit dem Aufkommen der Massivbauweise nahezu vollständig verdrängt wurde, ist in den letzten Jahren wieder eine erfreuliche Renaissance des Fachwerkhauses zu verzeichnen. Damit einhergehend ist auch die Anzahl der Fachwerkhausanbieter deutlich gestiegen. Es haben sich zahlreiche, zumeist kleinere Firmen gebildet, die sich speziell auf den Bau von Fachwerkhäusern spezialisiert haben. Von Anbietern für moderne Fachwerkhäuser bis zum traditionellen Eichenfachwerk ist alles vertreten (Liste mit Fachwerkhausanbietern).

Preise von Fachwerkhäusern

Die Preise für den Bau eines Fachwerkhauses hängen stark von den verwendeten Materialien, der Bauweise, der Ausstattung sowie der Region ab. Als Richtwert kann man annehmen, dass ein Fachwerkhaus ein wenig mehr als ein Massivhaus kostet. Die Preise 2014 bewegen sich zwischen 1250,- und 1800,- pro Quadratmeter Wohnfläche. Ob ein Haus aus Eichenfachwerk oder Leimholz besteht, schlägt sich im Gesamtpreis für ein Fachwerkhaus kaum nieder. Beide Holzvarianten kosten im Einkauf nahezu das Gleiche.

Ein Fachwerkhaus bauen

Die Grundplanung von Fachwerkbauten ist für den Bauherrn nahezu die Gleiche wie bei Massivhäusern. Als Erstes braucht es einen passenden Grundriss, der für einen gut passt. Anschließend übernehmen die erfahrenen Fachwerkhausfirmen die Planung des Fachwerks. Ein riesen Vorteil beim Fachwerk gegenüber anderer Häuser ist, dass es im Fachwerkhaus keine tragenden Wände braucht. Sollten für hohe Spannweiten Stützen benötigt werden, können diese im Normalfall gut in jeden Grundriss integriert werden.

Fachwerkhaus Elemente

Fachwerkhaus ELementeDas Fachwerk eines Fachwerkhauses besteht im wesentlichen aus folgenden Elementen:

  • Schwellbalken
  • Ständer
  • Rähm
  • Schwertung
  • Bänder
  • Riegel
  • Gefache

 

 

Fachwerkhäuser

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