Was kostet ein Haus? Unsere Hausbau-Kosten Liste!

Typische Baukosten eines Einfamilienhauses

Was kostet ein Haus?
Was kostet ein Haus?

Eine Aufstellung typischer Hausbaukosten mit Übersicht zu den Gewerken.

Sie möchten eventuell 2016 ein Haus bauen? Die Baukosten beim Hausbau sind Ihnen noch komplett unbekannt? Dann geht es Ihnen wie den meisten Bauherren am Anfang!

Die Frage nach den Kosten für ein Haus treibt viele Bauwilligen zu Beginn Ihrer Hausbaureise um. Natürlich, es geht um viel Geld und eine Investition fürs Leben. Leider bleibt die Kostenfrage zu Beginn oft unbeantwortet. Das hat unterschiedliche Gründe. 

Der häufigste Grund ist, dass hierdurch falsche Vergleiche entstehen. Zu unterschiedlich sind die Ausführungs- und Qualitätsunterschiede, um X gegen Y zu vergleichen zu können. Also halten sich die Firmen eher zurück.  

Um also an echte Preise zu kommen, müssen Sie den Weg über konkrete Angebote gehen und sich mit vielen Baufirmen oder Architekten zusammensetzen.

Um aber einen ersten Eindruck  über die möglichen Kosten des reinen Hauses zu vermitteln (Baunebenkosten werden hier beschrieben), kann Ihnen der folgende Artikel weiterhelfen.

Einleitung zu den Hausbaukosten

Die Frage „Was kostet ein Haus“ ist ähnlich leicht zu beantworten, wie die Frage nach den Kosten für einen Neuwagen. Gerade beim Hausbau sind viele unterschiedliche Faktoren preisbestimmend, da sich ein Hauspreis aus gut und gerne 100 verschiedenen Positionen – und diese nochmals untergliedert - zusammensetzt. Um Ihnen aber dennoch einen Überblick über die möglichen Kosten zu verschaffen, haben wir ein kleines Beispielhaus genommen und die Kosten im Folgenden aufgeschlüsselt.

Das Beispielhaus zur Berechnung der Hausbaukosten:

Wir haben uns für ein einfaches, kleines 1,5 geschossiges Einfamilienhaus mit 126qm Wohnfläche entschieden. Es hat das Grundmaße von 10,7m x 8,7m. Als Dachform haben wir ein Satteldach mit 45° Dachneigung gewählt. Der Kniestock (Drempelhöhe) beträgt 0,75m. Die Gründung soll auf einer Bodenplatte erfolgen.

Bevor wir uns alle Einzelpositionen ansehen, einige Parameter, die grundsätzliche Preistreiber beim Hausbau sind.

Preistreiber für die Kosten eines Hauses

Folgende Faktoren sind entscheidende Preistreiber bei der Hausplanung.

  • Soll ein Keller gebaut werden oder eine Bodenplatte?
    Eine Bodenplatte ist deutlich günstiger als ein Keller

  • Welche Grundmaße hat das Haus?
    Je größer, desto mehr Kosten, aber der durchschnittliche Quadratmeterpreis sinkt bei steigender Größe. Das liegt an festen Preisparametern wie Heizungsanlage, Sanitärinstallationen und anderen. Ein größeres Haus ist also im Verhältnis günstiger als ein Kleines.

  • Welchen Dämmwert soll das Gebäude haben?
    Je besser, desto teurer. Übliche Messlatten für die Dämmqualität sind: EnEV Standard, KfW 55, KfW40, Passivhaus (KfW70 gibt es ab 2016 nicht mehr)

  • Welche Haustechnik soll zum Einsatz kommen
    Je aufwendiger, desto teurer. Übliche Heizsysteme sind: Gasheizung, Wärmepumpe, Erdwärmepumpe, Solaranlage. Die günstigste Variante ist die Gasheizung oder eine einfache Luft-Wasser Wärmepumpe

  • Hat das Haus eine einfache oder eine sehr aufwendige Form?
    Je mehr Ecken, Winkel und Abstufungen, desto teurer. Auch Gauben, Erker und vorgezogene Giebel erhöhen den Preis zum Teil erheblich.

  • Welche Dachform und Eindeckung wird gewählt?
    Ein einfaches Satteldach mit wenig Fläche und Betondachsteinen ist erheblich günstiger als z.B. ein Mansardendach mit engobierten Tondachziegeln

  • Welche Ausstattung sollen die Nassräume haben?
    Viele Fliesenflächen = viel Geld. Teure Armaturen oder günstige?

  • Welche Fassadenbekleidung soll das Haus haben
    Eine normale, helle Putzfassade ist deutlich günstiger als hochwertige Klinker-Fassaden. Die Folgekosten sind bei Klinkerfassaden jedoch meist günstiger.

  • Wie groß sind die Fensterflächen
    Weniger Fenster bedeuten: mehr Geld sparen. Fenster kosten im Verhältnis zu Außenwandfläche etwa das Drei- bis Vierfache. Wer also an Fenstern spart, der spart Baukosten.

  • Sollen Dachflächenfenster eingesetzt werden.
    Dachfenster sind ein recht teurer Spaß, geben den Räumen aber viel Licht und Helligkeit.

Dieses sind nur einige Punkte, die ein Haus hochpreisiger oder günstiger machen können. Grundsätzlich kann man sagen, je einfacher ein Haus gehalten wird, desto günstiger ist es. Je mehr Extras Sie möchten, desto teurer. Hier schließt sich wieder der Kreis zum Autokauf.

Berechnung unseres Beispielhauses

In den folgenden Punkten gehen wir näher auf das Thema ein und zeigen Beispiele je Grundgewerk für teurere – meist aber auch hochwertigere - und günstigere Varianten.

Die Gründungskosten

Ein Hausbau beginnt bekanntlich bei der Gründung - also den Erdarbeiten und einer Sohlplatte/Bodenplatte. Sofern keine besonderen Bodenverhältnisse vorherrschen, reicht in den meisten Fällen das Abschieben der obersten Bodenschicht und die Lagerung auf dem Grundstück (die berühmt/berüchtigten 30cm Oberboden abschieben und seitlich lagern, wie es in nahezu allen Baubeschreibungen zu finden ist). Sofern der Boden unterhalb des geplanten Gebäudes nicht tragfähig ist und ausgetaucht werden muss, kann man von Kosten zwischen 52,- und 68,- Euro je Kubikmeter Boden für das Ausbaggern, entsorgen und neu verfüllen ausgehen. Die normalen 30 cm abschieben kosten ca. 300 bis 750,- Euro bei unserem Beispielhaus.

Bei der Bodenplatte wird es schon komplizierter. Hier muss zwischen unterschiedlichen Varianten unterschieden werden. Wir haben hier drei Varianten aufgeführt, die gerne verwendet werden.

  1. Hochdämmende Thermobodenplatten (z.B. Futura-Bodenplatte/Schwedenplatte)
  2. Normale bewehrte Beton-Bodenplatten 20cm mit Frostschürze
  3. Bewehrte Bodenplatten 25cm ohne Betonfrostschürze auf einer frostsicheren Schotterschicht

Preise für Bodenplatten bei unserem Beispielhaus mit einer Fläche von ca. 93qm:

Thermobodenplatte

Bodenplatte mit Beton-Frostschürze

Bodenplatte auf Schotterschicht

13.900,- Euro

11.200,-  bis 13.000,- Euro

9.900,- bis 11.000,-

 

Die bewehrte Bodenplatte ohne Streifenfundament ist also die günstigste Variante. Dies trifft insbesondere zu, wenn ein größerer Bodenaustausch vorzunehmen ist. Dann ist diese Variante aus Kostensicht vorzuziehen. Allerdings muss der Statiker hierfür sein OK geben und es sollte unbedingt ein Bodengutachten vorliegen.

Anzumerken ist, dass eine Thermobodenplatte/Schwedenplatte meist schon die Fußbodenheizung und den Estrich für das Erdgeschoss enthalten hat. Diese Kosten würden also entfallen. Somit kann diese Art mitunter Kostenneutral zu den anderen Varianten sein und der gute Dämmwert wird entweder kostenfrei oder zumindest günstig mit eingekauft. Ein Vergleich lohnt sich hier!

Kosten für den Rohbau / die Wände

RohbaukostenBei Wandaufbauten streiten sich die „Gelehrten“ und die Möglichkeiten sind schier grenzenlos. Vom Massivhaus mit oder ohne Wärmedämmverbundsystem, über Betonfertigteil-Wände bis zum Holzrahmenbau und Blockbohlen stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen.

Da wir an dieser Stelle nicht alle Varianten vergleichen können, haben wir uns für drei sehr typische Versionen entschieden. Zwei Massivhaus-Varianten und einen typischen Fertighaus bzw. Holzhaus Typen. Alle Varianten erfüllen die Voraussetzung, dass das Haus KfW-Förderungen erhalten kann. Die EnEV ab 2016 erfüllen alle spielend. Die Rohbauhöhe beträgt bei allen Varianten 2,75m.

  1. Eine Porenbetonwand in 240mm Stärke mit 100mm EPS Dämmung als Wärmedämmverbundsystem. Wandstärke ohne Putz: ca. 345mm. U-Wert: 0,18
  2. Eine monolithische/einschalige Außenwand mit Perlite gefüllten Ziegelsteinen OHNE extra Dämmung. Stärke: 365mm. U-Wert 0,18
  3. Holzrahmenbau mit Holzfaserdämmplatte außen, mineralische Dämmstoffe zwischen den Ständern, Beplankung mit Holzwerkstoffplatten und Gipskarton.
    Stärke: ca. 350mm. U-Wert 0,133

Jeder hier genannte Wandaufbau hat seine bauphysikalischen und kostentechnischen Vor- und Nachteile.

Preise für die Außenwände bei unserem Beispielhaus mit einer Fläche von ca. 175qm:

Porenbeton mit WDVS

Ziegelwand mit Perliten

Holzrahmenbau

19.850,- bis 25.000,- Euro

27.500,-  bis 32.500,- Euro

24.500,- bis 29.500,-

 

Klar erkennbar ist, dass das WDVS System im Verhältnis am günstigsten ist. Wenn man allerdings die Wandstärke des Holzrahmenbaus so anpasst, dass ein vergleichbarer Dämmwert (U-Wert) zu den beiden anderen Wänden entsteht, würde eine nur ca. 25cm Dicke Wand entstehen. Außerdem würde der Preis etwa dem einer Porenbeton WDVS Wand entsprechen.  Also günstiger Preis und schlanke Wand, was für mehr Wohnfläche sorgen würde. Bei unserem Haus würde das fast 8qm ausmachen. Einklarer Pluspunkt für den Holzbau.

Natürlich sprechen auch diverse Argumente für den Bau ohne WDVS und einen monolithischen Wandaufbau, was aus unserer Sicht den Mehrpreis durchaus rechtfertigen kann.

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Kosten für die Innenwände und den Innenputz

Unser Haus braucht im Innenbereich Wände und eine entsprechende Wandbekleidung. Üblich im Massivhaus sind verputzte Massivwände in 11,5 und 17,5cm Stärke. Die schlanken für nichtragende und die stärkeren für tragende Wände. Die Preise sind hier zwischen Porenbeton und Ziegelwänden kaum unterschiedlich. Einzig wenn aus Schallschutzgründen massiver Kalksandstein eingesetzt werden soll, kommt meist ein Aufpreis hinzu. Im Holzrahmenbau werden in den meisten Fällen Holzrahmen oder Metallständerkonstruktionen verwendet, die mit Dämmstoffen als Schalldämmung ausgestopft werden. Die Beplankung der Innenwände erfolgt hierbei mit Gipskarton, Gipsfaserplatten und/oder Holzwerkstoffplatten. Vorteil hier ist: Ein zusätzliches Verputzen entfällt, da die Gipswände schon entsprechend glatt sind, wenn sie fachgerecht verarbeitet und verspachtelt werden.

Preise für die Innenwände und Innenputz bei unserem Beispielhaus mit einer Fläche von ca. 138qm Wand und ca. 450qm verputzter Fläche (Qualität Q2, Gipsputz):

Massivwand mit Gipsputz

Holzrahmenbau mit doppeltem Gipskarton

13.500,- bis 18.000,- Euro

13.700,- bis 16.800,-

 

Der Unterschied zwischen Holzrahmenbau und massiven Innenwänden ist hier nicht gravierend. Allerdings können sich deutliche Preisunterschiede ergeben, wenn andere Innenputze (z.B. Kalkgipsputz, Kalkzementputze) oder höhere Qualitätsstufen (Q3 oder Q4) gefordert werden. Für normale Raufasertapeten genügt ein Q2 Gipsputz oder Gipskarton Q2.

Kosten für Geschossdecken

Zwischen den Geschossen werden im Massivhausbereich meist Betondecken eingesetzt. Beim Holzrahmenbau sind es Holzbalkendecken, die entweder als sichtbare Holzbalkendecke oder als geschlossen Decke angeboten werden. Die sichtbare Holzbalkendecke wird auf tragenden Balken in Sichtqualität von oben mit Holzprofilbrettern und Holzwerkstoffplatten geschlossen und das sichtbare Holz wird anschließend lasiert oder lackiert. Die geschlossen Variante hat deutlich geringere Ansprüche an die Holzqualität und wird unterseitig mit Gipskartonplatten geschlossen. Um den Schallschutz zu erhöhen, wird zwischen den Balken eine Dämmung eingebracht. Nach oben erfolgt eine Beplankung mit Holzwerkstoffplatten nach statischen Erfordernissen.

Kosten für die Geschossdecken Verputzt/endbehandelt bei unserem Beispielhaus mit einer Fläche von ca. 93qm.

Betondecke, verputzt und gespachtelt

Holzbalkendecke geschlossen

Sichtbare Holzbalkendecke

9.800,- bis 12.800,- Euro

8.900,-  bis 11.900,- Euro

9.800,- bis 12.800,-

 

Fassadengestaltung

Kosten für FassadenBislang haben wir nur einen etwas unansehnlichen Rohbau. Damit dieser ein Gesicht bekommt, fehlt die Fassadengestaltung. Aus den vielen Möglichkeiten, haben wir uns drei Varianten gewählt, die oft zum Einsatz kommen.

  1. Die Putzfassade mit hellen Deckfarben
  2. Die Holzverschalung (Stichwort Schwedenhaus) als Rhombus- oder Deckelschalung
  3. Die Klingerfassade

Bei allen Varianten gehen wir davon aus, dass der bisherige Wandaufbau unverändert bleibt und die vorhängende Fassaden oder Klinkerfassade als zusätzliche Haut angebracht wird. Alternativ könnte der Wandaufbau geändert werden, was eventuell zu preislichen Vorteilen führen kann. Um es aber einfach zu halten, haben wir uns gegen eine solche „Optimierung“ entschieden. Für die Materialien haben wir durchschnittliche Preise verwendet. Natürlich sind hier je nach Geschmack auch günstigere Varianten, aber auch erheblich teurere möglich.

Kosten für die Fassadengestaltung bei unserem Beispielhaus

Außenputz Fassade

Fassade mit Holzverschalung

Klinkerfassade

5.790,- bis 9.950,- Euro

9.660,-  bis 14.400,- Euro

12.500,- bis 15.100,-

 

Die Klinkerfassade scheint auf den ersten Blick die teuerste Variante zu sein. Schaut man aber die langfristigen Kosten an, schneidet die Klinkerfassade (bei guter Ausführung) meist am besten ab, da der Pflege- und Instandhaltungsaufwand sehr gering ist.

 

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Ein kleiner Zwischenstand der bisherigen Hausbaukosten

Unser Rohbau ist fertig. Wir haben eine Bodenplatte, Außenwände und verputzte Innenwände sowie eine Geschossdecke.

Was hat das bisher gekostet?

Bauteil

Kosten

Bodenplatte

9.900,- bis 13.900,- Euro

Außenwände

19.850.- bis 29.500,- Euro

Innenwände und Innenputz

13.500,- bis 18.000,- Euro

Geschossdecke

8.900,- bis 12.800,- Euro

Fassade

5.790,- bis 15.100,- Euro

SUMME

57.940,- bis 89.300,- Euro

 

Hier ist bereits zu sehen, dass sich Differenzen von 22.000,- Euro schnell aufbauen. Uns fehlen jedoch noch diverse Bauteile und Leistungen. Es ist bereits jetzt erkennbar, dass die Frage „Was kostet ein Haus“ schwer zu beantworten ist.

Was kostet ein Dach?

DachkostenEs wird Zeit, das Haus von oben dicht zu bekommen. Diesen Bereich werden wir in zwei Bereiche trennen.

  1. Das Grunddach mit Dachstuhl und Eindeckung
  2. Die Dämmung des Daches

Kosten für einen Dachstuhl mit Eindeckung

Unser Haus hat ein einfaches Satteldach mit 45° Neigung und 50cm umlaufendem Dachüberstand. Daraus ergibt sich eine Dachfläche von circa 160qm. Die entscheidenden Unterschiede im Dachpreis macht die Art der Eindeckung aus. Auch viele Kehlen und Grate machen ein Dach um einiges teurer, da allein die Dachsteine ein Vielfaches kosten. Auch der Dachdecker möchte für solche „Ausnahmen“ entsprechenden Aufpreis haben. Wer also günstig bauen möchte, sollte auf solche Dinge verzichten. Um einen günstigen Preis zu erreichen, haben wir uns für einfache Glattkantbretter an den Stirnseiten und eine einfache Untersichtschalung aus Holz an den Traufseiten entschieden.

Kosten für den Dachstuhl (Satteldach mit 24cm Sparren) inklusive Lattung, Unterspannbahn und Eindeckung

Dach mit Betondachstein „Frankfurter Pfanne“

Dach mit Engobierten Tonziegeln „Jacobi Z9“

Dach mit Biberschwanz-Eindeckung

20.500,- bis 22.900,- Euro

22.500,-  bis 24.900,- Euro

24.500,- bis 26.500,-


In der Anschaffung ist die klassische Frankfurter Pfanne oder die Harzer Pfanne sicherlich am günstigsten. Beschichtete Betondachziegel (engobiert oder edelengobiert) liegen preislich etwa auf dem Niveau der Tondachziegel. Der Ziegel macht also den Preis.

Kosten für die Dachdämmung

Bei der Dachdämmung gibt es deutlich mehr Ausführungsvarianten als bei der Eindeckung. Von der einfachen Dämmung zwischen den Sparren mit Dampfbremse und Gipskarton raumseitig und Dämmung der Kehlbalkenlage mit 240mm Mineralwolle (Nicht begehbares Kaltdach) bis zum komplett bis zum First gedämmten Dach (Achtung: Heizung und Lüftung notwendig!) mit zusätzlicher Aufsparrendämmung und weiterer Dämmschicht  raumseits ist fast alles möglich.

Wir haben uns für folgende zwei Varianten für unsere Hauspreisaufstellung entschieden:

  1. Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle 240mm, Dampfsperre und Gipskarton im Dach und der Kehlbalkendecke (die günstige Variante) U-Wert: 0,167 W/m²K - Phasenverschiebung: 6,6h
  2. Zwischensparrendämmung mit Holzfaser-Einblasdämmung, Holzwerkstoffplatten als winddichte Ebene und Aufsparrendämmung mit 60mm Holzfaserplatten. Gleicher Aufbau im Dach und der Kehlbalkendecke. (Die ökologische Variante mit perfektem sommerlichem Wärmeschutz). U-Wert: 0,151 W/m²K  - Phasenverschiebung: 14,5h

Mineralwolle einfach

Holzfaserdämmung hochwertig

2.800,- bis 3.700,- Euro

6.900,-  bis 8.900,- Euro

 

Was kosten Fenster?

Fenster sind bei Häusern teure Bauelemente. Das liegt zum einen an den stark Anforderungen an die Dämmwerte und den aufwendiger gewordenen Einbauweisen (Winddichter Einbau nach RAL).

Der Dämmwert der Fenster, der Einbruchschutz und die Farbigkeit sowie die Frage nach Rollläden sind die entscheidenden Faktoren für den Fensterpreis. 

Einige kostenverändernde Punkte:

  • Sprossen in den Fenstern
  • Rollläden
  • Elektrische Antriebe für Rollläden
  • Sicherheitsglas
  • Schallschutzglas
  • Rahmenfarbe
  • Rahmenmaterial (Holz, Kunststoff, Holz-Alu Fenster)
  • Ornamentgläser
  • Insektenschutz
  • Beschläge

Wenn alle Extras gewählt werden, kann sich ein Fensterpreis schnell mehr als verdoppeln.

Für unseren Vergleich haben wir drei Varianten gewählt.

  1. Einfache Fenster aus Kunststoff in Weiß (gerade noch EnEV); Fensterbank innen Werzalit
  2. Sehr gut dämmende Kunststoff-Fenster ohne Rollladen; Fensterbank innen Werzalit
  3. Sehr gut dämmende Kunststoff-Fenster mit Aufbau-Rollladen (Gurtsystem) ; Fensterbank innen Mamor

Kosten für die Fenster bei 24qm Fensterfläche

Einfache Fenster

Gute Fenster ohne Rollladen

Gute Fenster mit Rollladen

8.700,- bis 10.700,- Euro

9.800,-  bis 11.800,- Euro

15.500,- bis 17.500,- Euro

Sollen zusätzlich noch elektrische Rollläden eingebaut werden, kommen je nach Hersteller und Fenstergröße etwa 250-350 Euro / Fenster hinzu.

Was kostet eine Haustür?

Der Haustürpreis ist sehr, sehr geschmacksabhängig. Die Haustüren der meisten Baufirmen liegen im Bereich zwischen 1750,- und 2.500,- Euro. Aufwendige Holztüren oder Seitenteile an der Tür machen den Preis um einiges teurer.

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Ein zweiter Zwischenstand der bisherigen Hauskosten

Unser Haus ist von außen Dicht und hat Fenster und eine Tür. Zeit für einen weiteren Zwischenstand.

Was hat das Haus bisher gekostet?

Übertrag aus den bisherigen Arbeiten

57.940,- bis 89.300,- Euro

Bauteil

Preisspanne

Dacheindeckung

20.500,- bis 26.500,- Euro

Dachdämmung

2.800,- bis 8.900,- Euro

Fenster

8.700,- bis 17.500,- Euro

Haustüren

1.750,- bis 4.500,- Euro

SUMME

91.960,- bis 146.700,- Euro

Das Delta der Preise wird größer. Inzwischen liegen wir bei 45.700,- Euro Preisunterschied bei den Kosten für unseren Hausbau.

Die Technik im Haus

Ein inzwischen sehr wesentlicher Punkt bei den Hausbaukosten ist die Technik. Durch immer weiter steigende Anforderungen an Effizienz und moderne Ausstattungen, steigen hier auch die Preise entsprechend.

Diesen Bereich gliedere ich in Elektrik, Heizung/Lüftung und Sanitärausstattung

Kosten für die Elektrik im Hausbau

Die Kosten der Elektrik sind stark vom Bauherrenwunsch abhängig. Wie viele Steckdosen, Schalter, Lichtauslässe und Datenkabel sind gewünscht? Möchten Sie elektrisch betriebene Rollläden oder sogar eine Verkabelung für eine Hausautomatisierung? Diese Liste ließe sich leicht fortsetzen. Um aber ein einheitlich Maß zu finden, setzen wir für die Preisfindung die DIN 18015-2 an, die eine elektrische Mindestausstattung von Wohngebäuden beschreibt.

Die Kosten für die normale Verkabelung von Licht und Strom mit der Grundinstallation und einfachen Schaltern und Dosen liegt zwischen bei unserem Haus etwa wie folgt:

Kosten für den Elektriker: 6.500,- und 8.500,- Euro.

Wenn man mehr Steckdosen oder Lichtauslässe wünscht, liegt der Preis je Steckdose bei etwa 40,- bis 50,- Euro und für einen Lichtauslass bei etwa 75,- bis 90,- Euro. Daten- und Antennendosen liegen etwa auf dem Preisniveau von 75,- bis 95,- Euro.

Kosten für die Heizung

Was kostet die HaustechnikDie Kosten für eine Heizung sind von der gewählten Anlage abhängig. Ich möchte an dieser Stelle drei Heizsysteme im Vergleich verwenden, die heute sehr typisch sind.

  1. Gas-Brennwerttherme mit Solarunterstützung
  2. Luft-Wasserwärmepumpe bzw. Abluftwärmepumpe
  3. Erdwärmepumpe

Die Gasbrennwerttherme

Der Preis für eine Gasbrennwerttherme setzt sich aus verschiedene Komponenten zusammen:

  1. Das Gerät (Therme) kostet etwa 3.500,- bis 5.500,- Euro inkl. Installation
  2. Der Schornstein kostet etwa 1.500,- Euro mit Einbau
  3. Der Gasanschluss kostet je nach Lage und Grundversorgung im Gebiet zwischen 1.500,- und 2.500,- Euro (Achtung: Ist von der Straße zum Haus eine lange Strecke zu überbrücken, können hier deutliche Mehrpreise entstehen)
  4. Eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach für das Warmwasser kostet etwa 4.500,-  bis 6.500,- Euro mit Pufferspeicher.

Damit kommen wir im Mittel auf etwa 13.500,- Euro. 

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Brauchwasserspeicher als Splitgerät kostet inkl. Einbau zwischen 9.500,- und 14.500,- Euro. Abhängig vom Gerät und dem Wassertank. Wir verwenden für unsere Hauskosten den Mittelwert von 12.000,- Euro.

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Installation kostet etwa so viel, wie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Allerdings kommen hier noch die Kosten für ein eventuell notwendiges Boden-Gutachten und die Tiefenbohrung hinzu. Zusammen kostet das je nach Heizfläche, etwa 7.500,- bis 11.500,- Euro.  Wir verwenden für unser Haus wieder das Mittel von 9.500,- Euro. Somit kostet eine Sole-Wasser-Wärmepumpe etwa 20.500,- Euro.

Kosten für die Heizung

Gas-Brennwerttherme mit Solarthermie

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Sole-Wasser-Wärmepumpe

11.000,- bis 16.000,- Euro

9.500,-  bis 14.500,- Euro

19.000,- bis 24.000,- Euro *

 

*Hinweis:
Erdwärmepumpen erhalten derzeit (Stand Januar/2017) eine Förderung der BaFa in Höhe von 4.500,- Euro. Diese sind nicht in der Gesamtafstellung enthalten!

Heizungsverteilung/Heizkörper

Da normale Heizkörper fast schon Exoten sind, und für Wärmepumpen und moderne Heizsysteme kaum noch eingesetzt werden können, betrachten wir hier nur die Fußbodenheizung.

Eine normale wasserführende Fußbodenheizung mit entsprechendem Estrich kostet zwischen 57,- und 79,- Euro / qm Wohnfläche.

Für unser Haus mit 126qm entstehen hierbei Kosten zwischen 7.190,- und 9.950-, Euro.

Trotzdem zum Vergleich:

Ein Heizkörper mit Verrohrung kostet bei diesem Haus etwa 6.000,- Euro. Der normale Estrich kommt hier noch mit 2.000,- hinzu. Es würde vermutlich kein Preisvorteil entstehen.

Kosten für die Sanitärinstallation

Mit der Sanitärinstallation verhält es sich etwa, wie mit der Elektroinstallation. Der Bauherr bestimmt hier den Preis und die Kosten deutlich mit. Vom einfachen Keramikwaschbecken aus dem Baumarkt bis zur hochwertigen Waschtischanlage mit goldenen Wasserhähnen ist fast alles möglich.

Wir haben uns für zwei Ausstattungsvarianten entschieden. Eine einfache, günstige Ausstattung, wie sie in den meisten Hauskatalogen zu finden ist und eine hochwertige Ausstattung mit sehr guten Armaturen und hochwertigen Klo- und Waschbecken.

Beide Varianten haben eine Dusche und eine Badewanne.

Kosten für die Sanitärinstallation

Einfache Ausstattung

Gehobene Ausstattung

6.500,- bis 8.500,- Euro

9.500,-  bis 11.500,- Euro

 

Kosten für das Lüftungskonzept

Ein inzwischen wesentlicher Bestandteil einer guten Planung ist das Lüftungskonzept. Da Gebäudehüllen immer dichter werden, muss man sich ernsthafte Gedanken machen, wie die verbrauchte Luft und die Feuchtigkeit aus dem Haus kommt und frische Luft wieder hinein.

Folgende, grundsätzliche Möglichkeiten gibt es:

  1. Manuelle Fensterlüftung (klassisches Fensteröffnen)
  2. Automatische Fensterlüftung über geregelte Öffnungen an den Fenstern
  3. Dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung
  4. Zentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Die oben aufgeführte Liste ist nach Preis und Komfort sortiert. Die einzelnen Vor- und Nachteile werden wir hier nicht aufführen. Das erfolgt in einem gesonderten Artikel. Es sei nur auf folgendes hingewiesen:

Die Erfahrung zeigt, dass Berufstätige es nicht schaffen, ihr Haus korrekt ohne Hilfsmittel zu lüften. Die Folgen sind schlechte Luft und Schimmelbildung im Haus, da die Feuchtigkeit nicht hinaus kommt. Es sollte also mindestens eine automatische Fensterlüftung (z.B. RegelAir) eingebaut werden. Besser ist es, sich ein vernünftiges Luftkonzept erstellen zu lassen.

Hier die Kostenaufstellung für unser Musterhaus.

Kosten für eine Lüftung

Manuelle Fensterlüftung

Automatische Fensterlüftung

Dezentrale Lüftungsgeräte mit WRG

Zentrales Lüftungsgerät mit WRG

0,- Euro

650,-  bis 1.200,- Euro

4.500,- bis 8.500,-Euro

8.500,- bis 12.500,- Euro

 

Klar ist, dass manuelles Lüften, außer Zeit und den oben erwähnten Gefahren keine Anfangskosten verursacht. Das teuerste, aber auch komfortabelste und energetisch „beste“ System ist die zentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Die anfänglichen Kosten amortisieren sich zum großen Teil über die eingesparte Heizenergie (wie auch bei dezentralen Geräten mit WRG). Hierzu kann Ihnen ein guter Berater eine Kosten-Nutzen Analyse erstellen.

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Ein dritter Zwischenstand der bisherigen Hausbaukosten

Nachdem nun das Haus auch Heizung, Estrich, Lüftung  und die komplette Elektroinstallation hat, wird es wieder Zeit für einen Kassenschnitt.

Die bisherigen Hausbaukosten?

Übertrag aus den bisherigen Arbeiten

91.960,- bis 146.700,- Euro

Bauteil

Preisspanne

Elektrik

6.500,- bis 8.500,- Euro

Heizung

9.500,- bis 24.000,- Euro

Wärmeverteilung

7.190,- bis 9.950,- Euro

Sanitärinstallation

6.500,- bis 11.500,- Euro

Lüftung

0,- bis 12.500,- Euro

SUMME

121.380,- bis 213.150,- Euro

 

Die Preise sind inzwischen gänzlich unvergleichbar geworden. Wir haben ein Haus das eine sehr gehobene Ausstattung mit Passivhaus-Charakter hat und ein einfach ausgestattetes Haus auf dem Niveau der EnEV Anforderungen.

Der vorletzte Abschnitt im Artikel „Was kostet ein Haus“:

Kosten für den InnenausbauUm das Haus schlüsselfertig (nach Maßgabe der meisten Baufirmen) zu bekommen, fehlt noch der Innenausbau. Damit befassen wir uns nun im vorletzten Teil unserer Hausbaukosten Aufstellung.

Innentüren

Unsere Räume sind noch ohne Türen. Eine normale Zimmertür kostet inklusive Einbau etwa 300,- bis 650,- Euro.  Für unser Haus mit 7 Innentüren bedeutet das Kosten in Höhe von 2.100-,  bis 4.550,-.

Fliesen

Mindestens die Bäder erhalten bei den meisten Neubauten Fliesen. Für einen Quadratmeter Fliesenfläche inkl. Fliesen im Werte von 30,- Euro verlangen Fliesenleger bei Normalformaten einen Preis von etwa 70,- bis 90,- Euro. Für unser Haus haben wir uns auch für Bodenfliesen in den Fluren und dem Hauswirtschaftsraum entschieden.  Die Wände in den Bädern werden umlaufend bis 2m gefliest. Damit kommen wir auf etwa 80qm Fliesenfläche. Das bedeutet, dass für die Fliesen ein Preis von 5.600,- bis 7.200,- Euro anzusetzen ist.

Treppe

Unsere Hausplanung hat eine ½ gewendelte Treppe im Plan. Die Preise für Treppen sind sehr unterschiedlich, da sowohl das Material, die Zahl der Handläufe und Geländer sowie etwaige Verzierungen und Farbgestaltungen eine Rolle spielen. Die Frage, ob eine Betontreppe oder eine Holztreppe zum Einsatz kommt, macht ebenso einen Unterschied zugunsten der  Holztreppe von etwa 1.500,- Euro aus.

Holz-Treppen in einfacher Ausführung liegen im Schnitt bei 3.200,- bis 4.500,- Euro inklusive Montage.  Für eine mehrfarbige Treppe aus Eiche kann man etwa 4.000,- bis 5.000,- Euro einplanen.

Boden- und Wandbeläge

Diese Position vernachlässigen wir an dieser Stelle, da Sie von den meisten Bauherren in Eigenleistungen ausgeführt werden und auch hier riesen Unterschiede in der Ausführung und den Materialien liegen.

 

Der vierte Zwischenstand der Hausbaukosten

Das Haus ist, von Maler und Bodenbelagsarbeiten abgesehen, schlüsselfertig erstellt. Das ist zwar noch nicht ganz der finale Preis (es fehlt noch ein Abschnitt), aber die eigentlichen Baukosten sind abgeschlossen.

Die bisherigen Hausbaukosten?

Bauteil

Kosten

Übertrag aus den bisherigen Arbeiten

121.380,- bis 213.150,- Euro

Innentüren

2.100,- bis 4.550,- Euro

Fliesen

5.600,- bis 7.200,- Euro

Treppe

3.200,- bis 5.000,- Euro

SUMME

132.280,- bis 229.580,- Euro

 

Zu guter Letzt– Die Planung und Überwachung

Kosten für einen ArchitektenDieser Punkt, der im Ablauf eigentlich oben stehen muss, ist bewusst als letztes in der Liste. Das hat den einfachen Grund, dass dieses bei Generalübernehmern, Fertighaufirmen und ähnlichen „Komplettanbietern“  schwer nachvollziehbar ist - beziehungsweise irritierende Rahmenvereinbarungen bestehen. Aus meiner Sicht, sind die mir innerhalb dieser Vereinbarungen enthaltenen Preise nicht ausreichend, um ein Haus wirklich solide und nachhaltig zu planen. Daher nenne ich an dieser Stelle übliche Honorare für Architekten, Planer, Bauleiter und Statiker und werde als Alternativposition für Bauunternehmen eine Gewinn- und  Marketingpauschale ansetzen, da diese bei einer freien Beauftragung über Architekten und Planungsbüros nicht anfallen.

Die Planung,  Beantragung und Betreuung des Hausbaus

Es gibt folgende Punkte, die für einen Hausbau notwendig sind.

  • Ein Architekt für die Planung und Beantragung
  • Ein Statiker für die Standsicherheit
  • Ein Bauleiter für die Koordination und Überwachung
  • Ein Energieberater (oft der Statiker) für die EnEV und KfW Nachweise

Hier scheidet sich schnell die Spreu vom Weizen und vor Allem scheiden sich hier die Preise!

Der Preis für die Bauleitung und Architektur setzt sich aus folgenden (groben) Punkten zusammen:

  • Entwurfsplanung
  • Eingabeplanung
  • Ausführungsplanung
  • Vergabe der Aufträge
  • Bauleitung/Bauüberwachung
  • Kaufmännische Überwachung
  • Abnahmen und Kontrolle

Hierfür wäre bei unserem Beispiel-Haus ein Honorar in Höhe von 12.000,- bis 26.000,- anzusetzen (je nach Hauskosten/anrechenbaren Kosten).

Für die Energieberatung und Statik fallen Honorare zwischen 3.500,-Euro und 10.000,- Euro an.

Das klingt in der Summe erstmal viel. Ist es aber eigentlich nicht, denn wenn man bedenkt, dass „Komplettanbieter“ auch Architektenkosten haben und zusätzlich Ihre Zuschläge in Höhe von gut und gerne 15-25% einrechnen (Firmengewinne, Vertriebsmitarbeiter, Personal, Büro- und Musterhauskosten, etc.). Somit ist der direkte Gang zu einem Architekten eventuell sogar günstiger. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass bei der Vergabe der Aufträge alle Ersparnisse durch gutes Verhandeln dem Bauherren zugutekommen und bei Komplettanbietern in die Taschen der Baufirma fließen.

Bei einer Schlüsselfertigfirma kämen also auch ca. 24.600,- bis 38.750,- Euro als Aufschlag hinzu.

Kosten für die Planung, Bauleitung, Statik

Freie Architekten

Baufirma

15.500,- bis 36.000,- Euro

24.600,-  bis 38.750,- Euro

 

Kosten für den Energieausweis und Blower Door Tests

Im Falle, dass KfW Mittel beantragt wurden, oder für die EnEV Berechnung kein pauschaler Ansatz für die Luftdichtigkeit verwendet wurde, muss ein BlowerDoor Test durchgeführt werden. Ebenso muss am Ende der Baumaßnahme ein amtlicher Energieausweis ausgestellt werden. Hierzu muss ein zugelassener Energieberater einen Energieausweis mit Neuberechnug des EnEV Nachweises erstellen. Hierin wird die Durchführung entsprechend der Planung bestätigt. Andernfalls werden die KfW Mittel nicht ausgezahlt.

Die Kosten stellen sich wie folgt dar:

Kosten Blower Door Test: ca. 550,- Euro
Kosten Energieausweis (Bedarfsausweis): ca. 650,- Euro (je nach Aufwand und Hausgröße)

 

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Die Zusammenfassung

Jetzt ist es komplett. Das Haus wird geplant, überwacht und gebaut.

Unsere letzte Preisaufstellung für unsere Frage:

Was kostet ein Haus und wie hoch sind die Hausbaukosten?

Bauteil

Preisspanne

Aufstellung Teil 1  –Rohbau-

Bodenplatte

9.900,- bis 13.900,- Euro

Außenwände

19.850.- bis 29.500,- Euro

Fassade

5.790,- bis 15.100,- Euro

Innenwände und Innenputz

13.500,- bis 18.000,- Euro

Geschossdecke

8.900,- bis 12.800,- Euro

Summe Teil 1

57.940,- bis 89.300,- Euro

Aufstellung Teil 2  –Dach und Bauteile-

Dacheindeckung

20.500,- bis 26.500,- Euro

Dachdämmung

2.800,- bis 8.900,- Euro

Fenster

8.700,- bis 17.500,- Euro

Haustüren

1.750,- bis 4.500,- Euro

Summe Teil 2

33.750,- bis 57.400,- Euro

Aufstellung Teil 3  –Heizung und Elektrik-

Elektrik

6.500,- bis 8.500,- Euro

Heizung

9.500,- bis 24.000,- Euro

Wärmeverteilung

7.190,- bis 9.950,- Euro

Sanitärinstallation

6.500,- bis 11.500,- Euro

Lüftung

0,- bis 12.500,- Euro

Summe Teil 3

29.690,- bis 66.450,- Euro

Aufstellung Teil 4  –Innenausbau-

Innentüren

2.100,- bis 4.550,- Euro

Fliesen

5.600,- bis 7.200,- Euro

Treppe

3.200,- bis 5.000,- Euro

Summe Teil 4

10.900,- bis 16.750,- Euro

Aufstellung Teil 5  –Planung und Überwachung-

Architekt oder Baufirma

15.500,- bis 38.750 Euro

Gesamtpreis

147.780,- bis 268.650,- Euro

 

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Ein letzter Punkt zu den Hausbaukosten:
Die Kosten eines Hauses je Quadratmeter (m²)

Um mal den etwas unleidigen Schlüssel des Quadratmeterpreises zu verwenden, liegen wir in unserem Beispiel zwischen 1.172,- und 2.132,- Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Allerdings sagt dieser Wert, ohne die Inhalte zu kennen, nichts aus. Das haben Sie aber sicher gemerkt, wenn Sie diesen Artikel aufmerksam gelesen haben.

Es hängt immer vom Leistungsumfang, der Ausstattung und Bauweise ab. Es kann also nur als Vergleichswert verwendet werden, wenn genau gleiche Leistungen vorliegen. Die Bewertung der Leistungen aus den meisten Bau- und Leistungsbeschreibungen ist für Laien jedoch fast unmöglich. Zu viele Fachbegriffe, Normen und unklare Formulierungen lassen Baupreise unvergleichbar werden, wenn man nicht selber die Gewerke nach klaren Vorgaben ausschreibt, und dann detailliert vergleicht. Leider gehen die meisten Bauherren jedoch nur hin, und vergleichen ein Stück Haus mit einem anderen.

 

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