Weitsicht beim Hausbau

von Sebastian Wolff (Kommentare: 0)

Jeder Markt bringt immer wieder Neues hervor. Die Hausbau-Industrie bildet da keine Ausnahme. Die Materialien entwickeln sich weiter, die Verfahren werden immer effizienter. Der Energiesektor ist in ständiger Bewegung. Gerade weil sich so viel tut, ist es ratsam, sich Zeit mit der Planung zu lassen und sich immer auf dem Laufenden zu halten.

Weitsicht beim Hausbau
Weitsicht beim Hausbau

Sein Sie bei besonderen Angeboten sehr aufmerksam. Beim Bau eines Hauses geht es um eine Menge Geld und da wird gern mal ein wenig in der Trickkiste gewühlt, um die Unterschrift eines Bauherrn etwas schneller zu bekommen. Zu verschenken hat niemand etwas und umsonst arbeitet auch niemand. Man könnte also daraus folgern, dass Preisvorteile auf der einen Seite an anderer Stelle wieder ausgeglichen werden. Wenn man so ein kostspieliges Projekt wie ein Haus in Angriff nimmt, schadet der Blick auf Qualität keinesfalls. Hier geht es schließlich um langfristige Gewerke, die einige Dekaden halten sollen. Niemand wünscht sich ein Haus, bei dem sich nach nur 10 Jahren die ersten Reparaturen ankündigen.

Laufende Kosten im Blick behalten

Wohnen wird dann angenehm, wenn sich die Kosten nicht explosionsartig entwickeln können. Um dies dauerhaft zu ermöglichen, sollte von Anfang an darüber nachgedacht werden, welchen Stellenwert Energieverbrauch und –erzeugung beim Hausbau einnehmen. Hier stellt sich die Frage nach Dämmung, dem Heizungssystem und ob man Systeme für die Energieerzeugung eventuell gleich mit einplant. Diese Zusatzinvestitionen könnten sich recht schnell auszahlen und die Nebenkosten dauerhaft gering halten. Darüber hinaus wirken sich solche Maßnahmen im Falle eines Verkaufs wertsteigernd aus. Allerdings erhöhen diese Maßnahmen natürlich die Baunebenkosten am Anfang. Hier gilt es abzuwägen.

Vorausschauende Installation

Im Übrigen ist es ohnehin sehr sinnvoll, die Installationen in einem Haus immer in Absprache mit allen beteiligten Handwerkern zu planen. Die Zeiten, wo man streng nach Gewerken vorgeht, sind vorbei. Zum Beispiel lohnt es sich, zwei getrennte Stromkreise installieren zu lassen, falls man das Haus über eine Infrarotheizung beheizen möchte. Der zweite Stromkreis für die Heizung ermöglicht es, den in vielen Regionen günstigeren Heizstrom zu beziehen, da dieser über den zweiten Stromkreis problemlos getrennt abgerechnet werden kann. Hier lohnt ein Langfristvergleich beim Strompreis mit der Preisentwicklung bei fossilen Brennstoffen oder auch Holz-Pellets. Viele Menschen entscheiden sich für die Infrarotheizung, weil sie im Gegensatz zur Konvektionsheizung nicht die Luft im Raum erwärmt, die dann den Raum erwärmt sondern sofort den Raum, also Möbel, Wände, usw. erwärmt und die Luft dafür nicht in Zirkulation versetzt werden muss. Dadurch wird weniger Hausstaub aufgewirbelt. Natürlich kommen Infrarotheizungen nur in Frage, wenn keine Fußbodenheizung geplant ist oder als zusätzliche Wärmequelle im Bad. 

Auch beim Wasser lohnt ein vergleich der Systeme, wenn es darum geht, heißes Brauchwasser zur Verfügung zu stellen. Hier gibt es viele spannende neue Techniken, für die es sich lohnt, etwas Zeit einzusetzen. Neben den Elektro-, Wasser- und Heizungsinstallationen könnte man auch über Licht und Netzwerktechnik nachdenken. Gerade beim Licht gibt es heutzutage langlebige LED-Sonderlösungen, die neben einer hohen Lichtqualität auch formschön im Haus verbaut werden können. LED ist das Leuchtmittel der Zukunft. Hochwertige LEDs haben eine sehr hohe Lebensdauer, sind energieeffizient und geben ein glühlampenähnliches Licht ab. Das Wichtigste ist aber, dass sie völlig ungiftig sind. Selbst Bodenplatten mit LED-Strahlern oder Wandelemente mit LED-Nachtlichtern, die mit Bewegungssensoren gesteuert werden, können heute beim Hausbau gleich mitverplant werden. Damit wird die Beleuchtung zu einem Teil des Hauses.

Netzwerkverkabelung im Haus nicht vergessen

Wer die Funkbelastung im Haus gering halten möchte, kann sich natürlich auch gleich Netzwerkkabel mit Anschlüssen in jedem Raum unsichtbar mitverlegen lassen. Da die Technik immer stärker zusammenwächst und selbst ein neuer Fernseher einen Internetanschluss benötigt, können solche Maßnahmen dauerhaft den Nutzwert und das Wohlbefinden steigern. Selbst in der Küche macht ein Anschluss Sinn, denn moderne Küchengeräte lassen sich heutzutage über das Smartphone steuern. Darüber hinaus hat eine Kabelverbindung eine viel höhere Netzwerkgeschwindigkeit. Geräte, die auf diese Weise miteinander verbunden sind, können dadurch Daten viel schneller untereinander austauschen.

Die Sicherheit geht vor

Rauchmelder sollten in jedem Raum sein. Und wenn man schon mal dabei ist, könnte ein Niederstromkreis dafür sorgen, dass die Teile dauerhaft funktionieren, ohne dass man sich um Batterien kümmern muss.

Eine ausreichende Menge an Feuerlöschern ist übrigens auch keine schlechte Sache. Man hat beim Thema Brandschutz immer nur das eigene Haus im Kopf. Was aber passiert, wenn etwas auf dem Nachbargrundstück Feuer fängt und niemand zu Hause ist. So ein kleines Feuer beim Nachbarn kann bei den richtigen Windverhältnissen schnell zu einem Problem werden. Besser man kann es im Keim ersticken, als dass man hilflos zusehen muss, wie es größer und größer wird und sich dann das eigene Haus vornimmt.

Beim Hausbau sollte es nicht nur darum gehen, das Haus zu bauen. Versetzen Sie sich in Ihre Rolle und leben Sie geistig in Ihrem Haus. Dann werden Ihnen bestimmt viele weitere Kleinigkeiten einfallen, über die man vorher besser ein wenig intensiver nachdenkt.




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